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Matratzenhygiene – wann sollte eine Matratze gewechselt werden?

nützliche Tipps zur Matratzenpflege

Neben einer ergonomisch gut funktionierenden Matratze und eines orthopädisch sinnvoll konstruierten Lattenrostes ist die Matratzenhygiene das dritte Kriterium, um unseren Schlaf möglichst angenehm und gesund zu gestalten. Eine adäquate Matratzenhygiene ist vor allem als Prävention vor möglichen Allergien notwendig. Leider wird diesem Punkt oftmals nur wenig Beachtung geschenkt, obwohl eine sorgsame Matratzenhygiene zudem die Langlebigkeit der Matratze deutlich verlängern kann. Wie lange eine Matratze genau verwendet werden kann, hängt somit stark vom Hygieneverhalten des Nutzers ab. Doch auch sehr gepflegte Matratzen sollten im Durchschnitt nach spätestens 10 Jahren ausgetauscht werden. Welches Hygieneverhalten letztendlich zu einer reinlichen Matratze beiträgt, soll im Folgenden aufgezeigt werden.

Matratzenbezüge

Matratzenhygiene Bezüge Der Bezug beeinflusst sowohl die Liegeeigenschaften als auch den Hygienezustand einer Matratze. Die Bezüge können hinsichtlich ihrer Webart, ihres Materials, ihrer Versteppung und ihrer Verarbeitung qualitativ und funktional voneinander unterschieden werden.

Die Webart ist standardisiert für fast alle Matratzentypen aus Frottee. Dennoch gibt es auch anderweitige mögliche Textilgewebe, die sich für Bettenbezüge eignen. Hierzu gehören unter anderem Jersey, Drell und Velours.
Frottee: elastisch, trocken, lange haltbar, sehr rau
Jersey: elastisch, lange haltbar, widerstandsfähig, äußerst atmungsaktiv
Velours: trocken, haltbar, nicht sehr elastisch
Drell: dicht, fest, strapazierfähig, nicht sonderlich atmungsaktiv
Der Stoff besteht zumeist aus natürlicher Baumwolle, in welchen zur Optimierung der Stoffeigenschaften verschiedene Zusatzstoffe wie beispielsweise Polyester oder Aloe Vera beigemischt sind. Lyocell oder auch Lenpur zählen zu den höherwertigen Bezügen. Bei diesen Bezugsarten ist zudem häufig ein Silberfaden eingearbeitet, der verhindert, dass Gerüche in der Matratze entstehen oder sich lästige Kleintiere wie Milben in die Matratze einnisten.
Polyester/Polyamid: sehr dehnbar und strapazierfähig
Aloe Vera: weich und geschmeidig
Modal/Tencel: hohe Feuchtigkeitsabsorption bei starkem Schwitzen
Zusatzangaben wie Microcare oder Amicor sagen nichts über das Material aus, sondern sind besondere Kriterien beim Herstellungsverfahren der Matratze.
Amicor bedeutet, dass bei der Herstellung auf antiallergische Stoffe gesetzt wurde.

Microcare-Bezüge weisen die spezielle Eigenschaft der Sauerstoffdesinfektion auf. Die enthaltenen Acetatfasern reagieren bei Kontakt mit Feuchtigkeit und katalysieren Sauerstoff, welcher Mikroorganismen beseitigt. Dieser Effekt hält bei Microcare-Matratzen die ganze Lebensdauer an. Daher sind diese Modelle besonders für Allergiker geeignet.
Die Versteppung findet sich nicht bei jeder herkömmlichen Matratze. Sie bestimmt, ob und wie viel Vlies in dem Oberstoff, dem eigentlichen Bettbezug, enthalten ist. Auch hier gibt es zahlreiche qualitative Unterschiede. Hierbei gilt grundsätzlich, dass die Qualität umso höher ist, desto dicker das Vlies eingearbeitet wurde. Am besten eignen sich Polyestervliese, da diese auch maschinell waschbar sind. Vliese aus natürlichen Stoffen wie Baumwolle sind zwar preislich gleichwertig, allerdings nur schlecht reinigungsfähig.
Übrugens:Die Versteppung wird in der Einheit Gramm pro Kubikmeter (g/m²) angegeben. Komfortable Versteppungen beginnen bei Werten von 350 g/m². Geringere Werte bedeuten eher schwache Feinpolsterungen.
Die Verarbeitung des Bettbezugs ist gerade für die Möglichkeit der Reinigung der Matratze relevant. Herkömmliche Bettbezüge sind direkt mit dem Matratzenkern verarbeitet oder festgeklebt und nicht abnehmbar. Somit lassen sich diese Bezüge bei Verschmutzungen nicht reinigen. Hochwertige Bezüge weisen zumindest einen Reisverschluss auf, der die Abnahme des Bezugs ermöglicht. Teilweise gibt es Matratzen mit bis zu vier verschiedenen Reißverschlüssen, jeweils für eine Hälfte der Matratze auf der Ober- und Unterseite.
Schlaufen und Griffe haben einen rein praktischen Nutzen und befinden sich zumeist an den längsseitigen Enden der Matratzen, da diese sich somit leichter transportieren lassen. Ob dies benötigt wird, sollte jedoch jeder für sich selbst entscheiden. Gerade bei eher schweren Matratzenmodellen wie der Federkernmatratze erleichtern Griffe und Schlaufen die Handhabung.

Schadstoffbelastete Materialien in der Matratzenherstellung

Matratzenhygiene Schafstoffe Während der Matratzenproduktion können je nach Modell unterschiedliche Materialien aus verschiedenen industriellen Bereichen verwendet werden. Metall, synthetische Stoffe und Schäume sowie Textilien und auch Fasern werden während der Produktion verwendet, die sogar zum Teil umweltbelastend oder gesundheitsgefährdend sind und auf die mancher Mensch daher sehr sensibel reagieren kann.

Der Geruch bei neuen Matratzen kann in manchen Fällen extrem stark ausfallen. Dies beruht auf bestimmten organischen Verbindungen und geht auf unterschiedliche Herstellungsprozesse zurück. Fällt die Konzentration dieser Verbindungen ungewöhnlich hoch aus, so kann dies gesundheitliche Folgeschäden wie starke Kopfschmerzen, extreme Müdigkeit und Schwindelanfälle zur Folge haben. Daher sollten neue Matratzen vor der erstmaligen Benutzung ausgelüftet werden.

Mögliche Gefahrenstoffe für den menschlichen Organismus dürfen laut Gesetz in Deutschland nicht zur Produktion von Matratzen verwendet werden. Für ausländische Matratzenhersteller, die ihre Produkte in Deutschland verkaufen, gilt diese Regelung jedoch nicht.
In Deutschland verbotene Chemikalien bei der Matratzenherstellung:

Pentachlorphenol (PCP): wird beim Anbau von Baumwolle eingesetzt
polybromierte Diphenylether (PBDE)
Azofarbstoffe
Tributylzinn
Fluorkohlenwasserstoffe (FCKW): wird bei der Herstellung von Schaumstoffen eingesetzt
Phthalate: wird als „Weichmacher“ eingesetzt
Triclosan: wird als Mottenschutz- oder Desinfektionsmittel eingesetzt

Hinweise für Allergiker

Matratzenhygiene Allergiker In manchen Matratzenmodellen können bereits im Material Allergene enthalten sein, die zu einer allergischen Reaktion führen können. Hauptsächlich jedoch ist eine unzureichende Matratzenhygiene für das Entstehen einer Hausstaub- oder Milbenallergie verantwortlich.

Materialabhängige Allergene können in Latexmatratzen, die aus natürlichem Kautschuk hergestellt wurden, enthalten sein und eine sogenannte Kontaktallergie auslösen. Dabei reagiert die Haut empfindlich auf die Eiweißbestandteile des Latex. Üblicherweise werden die Eiweiße bei der Latexproduktion durch die Herstellungsverfahren jedoch entfernt. Auch Bettbezüge können den direkten Hautkontakt zur Latexmatratze unterbinden.

Nutzungsabhängige Allergene sind bei Matratzen mit einem feuchtwarmen Klima zu befürchten. Dieses begünstigt die Entstehung von Schimmelpilzen und ist das optimale Isotop für Milben. Sporen der Schimmelpilze oder Milbenexkremente gelangen durch unsere Atmung auf dem Luftwege in unseren Organismus, wo sie die Entstehung einer Allergie initiieren können. Um eine feuchtwarme Schlafumgebung zu verhindern, sollte das Raum- und Bettklima reguliert werden.
Milben sind kleine Spinnentiere und befinden sich natürlicherweise in jedem menschlichen Haushalt. Üblicherweise ernähren sich Milben von menschlichen Hautschuppen, weswegen Matratzen als natürlicher Lebensraum der Milben gelten. Entgegen vieler Meinungen ist die Existenz von Milben kein Indiz für eine unzulängliche Sauberkeit. Allein die Konzentration der Milben ist dafür verantwortlich, dass wir eine Hausstaub- oder Milbenallergie entwickeln. Durch entsprechendes Verhalten kann daher die Milbenkonzentration im Haushalt reduziert, jedoch nicht die vollkommene Beseitigung der Tiere erreicht werden.

Für ein optimales Raumklima sorgen

Die ideale Raumtemperatur im Schlafzimmer liegt zwischen 14° und 18° Celsius. Zudem sollte die Luftfeuchtigkeit zwischen 40 % und 50 % liegen. Dies sind nicht nur die idealen Voraussetzungen für einen angenehmen Schlaf, sondern verhindert auch, dass ein feucht-warmes Klima entsteht, in welchem sich insbesondere Milben und Schimmelpilze ausbreiten können.
Faustformel: Als Faustregel gilt mehrmaliges Durchlüften nach dem Aufstehen und vor dem Schlafengehen. Auch die Matratze sollte nach dem Aufstehen circa 30 Minuten von der Bettendeckenlast befreit werden. Wer also mit dem Bettmachen etwas wartet, der ermöglicht der Matratze eine bessere Luftzirkulation, die zur Langlebigkeit der Matratze beiträgt und für ein besseres Raumklima sorgt.
Übrigens: Das Wärmeempfinden unterscheidet sich erheblich bei Männern und Frauen. Die Temperatur des Schlafzimmers ist jedoch ein wesentlicher Punkt, um ein optimales Schlafklima zu erlangen. Während es Männer meistens etwas kälter mögen, bevorzugen viele Frauen eine warme Schlafumgebung. Gerade dann, wenn Männer und Frauen zusammen in einem Bett schlafen, kann dieses Problem dazu führen, dass zumindest eine Person einen geringeren Schlafkomfort erdulden muss. Gleiches gilt für Menschen mit erhöhten oder zu niedrigem Blutdruck wie auch bei Menschen mit hohen oder geringen Körpergewicht. Auch diese zeichnen sich durch eine starke Temperatursensibilität aus. In diesen Fällen sollte vor allem auf Bettdecken mit starker Temperaturregulierung zurückgegriffen werden.

Die Feuchtigkeit durch Schwitzen im Schlaf reguliert ebenfalls das nächtliche Schlafklima. Der Mensch sondert in fünf Jahren bis zu 1000 Liter Feuchtigkeit während des Schlafens ab. Nur, wenn die Matratze in der Lage ist, Feuchtigkeit effektiv nach außen zu transportieren, kann ein feuchtes Schlafklima, welches unter anderem zu Erkrankungen wie Erkältungen und Rheuma oder Muskelverspannungen führen kann, verhindert werden. Um den Feuchtigkeitstransport zu optimieren, sollte unter dem Bett genügend Freiraum gelassen werden. Bettkästen oder Kartons verhindern die Absonderung von Schweiß. Um diesen Prozess noch verbessern zu können, sollte die Matratze, insofern sie eine doppelseitige Liegeeigenschaft besitzt, einmal wöchentlich gedreht werden.

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