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Das Bett und seine Rolle in Märchen und Sagen

Früher wie heute ist das Bett meist schlicht und einfach ein gemütlicher Ort und ein Tor in eine Welt voller Träume und Erholung. Für das eine oder andere Kind ist es gelegentlich auch ein sicherer Zufluchtsort an dem es sich zwischen Kissen und Decken verstecken kann. Wer weiß schon, was auf einen wartet, wenn es dunkel wird und man seine Augen schließt. In Märchen und Sagen allerdings übernehmen Betten häufig auch andere, zum Teil fantasievolle Rollen und Aufgaben.


Schnee selbst gemacht


Wer als Kind früher fragte, wo denn eigentlich der Schnee herkommt, bekam oftmals die Antwort, dass Frau Holle dafür zuständig sei. Ihren Ursprung findet diese Antwort in dem Märchen „Frau Holle“. Es erzählt von einer ungeliebten Tochter, die auf mysteriöse Weise zu einer alten Dame gelangt und dort bei gewissenhafter Arbeit ein friedliches und schönes Leben versprochen bekommt. Sie wird lediglich dazu angehalten am Morgen das Bett der Frau Holle stets ordentlich zu machen und Decken und Kissen zu schütteln bis die Federn fliegen und es auf der Erde beginnt zu schneien.


Prinzessinnen im Schlaf entpuppen


Während dem Bett in diesem Märchen die Aufgabe als Schneemaschine zukommt, wird es im Märchen „Die Prinzessin auf der Erbse“ zum Lügendetektor. Hier versteckt die Königin unter Lattenrost, zahlreichen Matratzen und Bettlaken eine winzige Erbse, um die vermeintliche Prinzessin zu testen, welche durchnässt vorm Schlosstore wartete und die Gemahlin des jungen Prinzen werden wollte. Am darauffolgenden Morgen fragt sie die Prinzessin wie sie geschlafen hätte, denn sie sollte ihres Sohnes nur würdig sein, wenn sie so zart und sensibel war, dass sie im Schlaf die Erbse unter sich spürte.


Zeitvertreib bei Schlaflosigkeit


Vermutlich dem einen oder anderen eher bekannt ist die Schlaflosigkeit, die auch den kleinen Häwelmann plagte. Dieser wälzte sich allerdings nicht von einem Ohr aufs andere, wie es die meisten tun würden. Vor lauter Munterkeit baute er kurzerhand mit seinem Nachthemd aus dem behütenden Bett ein Segelboot auf Rädern. Anfangs fuhr er lediglich fröhlich im Zimmer auf und ab bis der Mond dem unermüdlichen Buben den Weg durch die dunkle Stadt leuchtete und dieser sich mit seinem Rollbett auf eine abenteuerliche Reise begab.


Schlafen bis ein Prinz auftaucht


Es gibt allerdings auch Märchen, in denen das Bett tatsächlich als solches dient – nur in etwas ausgedehnter Art und Weise. Die Prinzessin Dornröschen wird aufgrund ihrer jugendlichen Neugier durch eine Spindel von einer bösen Hexe vergiftet. Sie fällt in einen lange Jahre andauernden Schlaf und ruht dort sicher und geborgen auf einem Bett. Erst der Kuss eines Prinzen erweckt das Dornröschen wieder aus ihrem tiefen Schlaf.

Gerade Erwachsene erinnern sich beim zufälligen Lesen oder vielleicht auch Vorlesen solcher Märchen an ihre eigene Kindheit zurück. Wer bekam nicht ab und an einmal von seinen Eltern zu hören, dass man sich nicht so pingelig wie die Prinzessin von der Erbse aufführen solle.

Häufig inspiriert durch Märchen übernahm in der Kindheit das Bett doch hier und da mal eine andere Rolle. So musste es einiges über sich ergehen lassen, wenn man selber gern mal die Frau Holle spielte und eine gehörige Kissenschlacht veranstaltete. Oder es wurde mit der besten Freundin davon geträumt, irgendwann von einem Prinzen aus einem tiefen Schlaf gerettet zu werden und sprang dann juchzend auf dem Bett herum wenn man dies nachspielte.

Je älter man jedoch wurde und je seltener man in die Welt der Märchen und Sagen schlüpfte, desto mehr verblich auch die Erinnerung daran, was ein Bett doch so alles zu können vermag.

Quelle: © Kotin; © Angela Waye – fotolia.com