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Wie sollten Paare die Nacht am besten verbringen

gemeinsam oder getrennt?

Nicht das Zusammenleben ist das Schwierigste an einer Beziehung, sondern das Zusammenschlafen. Vor allem dann, wenn nicht ausreichend Platz zur Verfügung steht. Oftmals wählen Paare ganz unbedacht die falschen Betten und Matratzen, weil ihnen das Design gefällt oder es zu den vorhandenen Möbeln passt. Dabei sollten ganz andere Faktoren im Vordergrund stehen, denn ein geruhsamer Schlaf ist lebensnotwendig für den Körper, der in der Nacht neue Kräfte sammelt, um für den nächsten Tag mit all seinen Widerständen gerüstet zu sein.

Der Traum vom eigenen Bett oder warum Singles manchmal beneidet werden

Singles sehnen sich danach das Bett mit ihrem „Soul-Mate“ zu teilen und nicht mehr alleine durch das Leben zu laufen. Und Paare, die sich bereits gefunden haben? Die freuen sich vielleicht insgeheim, wenn sie das Bett mal wieder für sich ganz alleine haben, mitten in der Nacht keinen Ellenbogen in die Seite geschlagen bekommen und anstatt das rasselnde Atmen des Bettpartners wieder den nächtlichen Geräuschen vor dem Fenster lauschen können. Auch muss die Seitenwahl nicht – wie jede Nacht – erstmal ausgelost oder mit dem Werfen einer Münze entschieden werden (Augenzwinkernd!).

Gemeinsam in einem Bett? Verrucht, gar obszön

Trotz dieser kleinen Hürden und Schwierigkeiten würde es sich wohl kaum ein Paar wünschen, das Bett nicht regelmäßig zu teilen und sich dabei neben seinem Partner geborgen zu fühlen. Übrigens galt ein gemeinsames Bett bis Ende der 60er Jahre als verrucht. So gehörten zwei getrennte Betten zum normalen Anblick im Schlafzimmer von Ehepartnern. Für Unverheiratete war es geradezu obszön sich ein Bett zu teilen. Diese Einstellung änderte sich jedoch mit Oswald Kolle und der „sexuellen Revolution“. Von da an hieß es sich von seinen eigenen individuellen Schlafgewohnheiten zu verabschieden und es mussten Kompromisse eingegangen werden.

Ein Bett – zwei Matratzen

Ein Drittel des Lebens verbringt der Mensch im Bett, ob alleine oder zu zweit. Aber gerade wenn man zu zweit ist, muss man sich ein paar mehr Gedanken über die richtige Schlafumgebung machen. Grundsätzlich gilt folgendes: Jeder sollte eine eigene Bettdecke , eine eigene Matratze und ein eigenes Kissen haben. In den USA ist es jedoch durchaus üblich, dass sich Paare die Decke teilen und für Mitteleuropäer ist es nur natürlich eine durchgehende Matratze zu haben. Dabei spricht vieles für ein gemeinsames Bett mit zwei getrennten Matratzen und Unterfederungen:
  • Aufgrund des Gewichtsunterschiedes kann es durchaus dazu kommen, dass die durchgehende Matratze auf der einen Seite absinkt und so die Stabilität für den „leichteren“ Bettpartner gestört wird. Die Matratze kann den Partner so nicht mehr richtig stützen, was dem Rücken schadet. Zudem kann es passieren, dass man auf die andere Seite „hinüberrollt“.
  • Jeder Mensch hat ein individuelles Schlafverhalten, das ist selbst natürlich kein Problem, kann sich allerdings dann schlafraubend auswirken, wenn durch eine durchgehende Matratze der Partner jede einzelne Bewegung gleich auch spürt und in die Luft „springt“, wenn sich der Bettnachbar im Schlaf hin und her wirft. Jeder Mensch vollführt übrigens in der Nacht 20 größere und 50 kleinere Bewegungen.
  • Die Wahl der richtigen Matratzenstärke ist von großer Bedeutung, doch jeder Mensch hat individuelle Bedürfnisse und so kann sich eine gemeinsame Matratze für einen oder sogar beide negativ auf den Körper auswirken. So braucht der eine vielleicht eher eine harte Matratze, während die/der Partner/in es lieber weich hat. Die Faustregel: Eine gute Matratze stützt und entlastet den Rücken beim Schlafen. Zudem heißt es auch meist, je schwerer man ist, desto härter sollte die Matratze sein, aber das muss tatsächlich jeder für sich selbst ausprobieren.
  • Kuscheln mag zwar sehr romantisch sein, aber die Mehrheit der Menschen bevorzugt dann doch die Möglichkeit sich wie ein kleines Tier im Winterschlaf allein unter seine Decke zu kuscheln, um ungestört die Nachtruhe genießen zu können. Aber dafür braucht es genügend Platz, also immer darauf achten, dass Bett und Matratzen groß genug sind.

Tabuthema: Getrenntes Schlafzimmer

Es gilt noch immer als ein Tabuthema „Getrennte Schlafzimmer oder Betten“, denn die Angst vor Gerüchten ist groß. Plötzlich heißt es im Freundeskreis und der Familie, dass die Beziehung kriselt oder es wird sogar schon von Trennung gesprochen. Dabei kann es durchaus gute Gründe für getrennte Betten oder gar Schlafzimmer geben, vor allem wenn sich der Schlafmangel auf die Qualität der Beziehung auswirkt.
  • Berufsbedingte Schlaf- und Aufstehgewohnheiten: Es braucht eine Menge Duldsamkeit, wenn der Wecker des Partners jeden Tag um vier Uhr morgens klingelt oder wenn Nachteulen erst nach Mitternacht ins Bett kommen und sich dabei wie ein Elefant im Porzellanladen aufführen.
  • Zappelige Unruhe und großer Bewegungsdrang können dazu führen, dass man wortwörtlich „schlagartig“ wach wird, da der Partner einem den Arm ins Gesicht oder den Fuß gegen das Schienbein haut – vorbei ist es dann mit der Nachtruhe!
  • Nächtliche Wanderungen und störende Rückkehr
  • Röhrendes Schnarchen: Fast jeder Mensch schnarcht – mal weniger, mal mehr. Im Normalfall ist dies kein Grund für getrennte Schlafzimmer, aber dann gibt es Fälle in denen das überlaute Schnarchen dem Partner den Schlaf raubt und das Nacht für Nacht. Doch der Mensch braucht einen gleichmäßigen Schlaf, um gesund zu bleiben.
Auch können die Schlafgewohnheiten einfach so unterschiedlich sein, so dass man nicht mal mehr mit Kompromissen die Schlafsituation verbessern kann.

Frauen haben es schwerer

Wissenschaftler sind sich uneinig, welche Methode die richtige ist und den besten Schlaf bringt. Eines ist allerdings sicher: es ist eine subjektive Entscheidung. Solange man sich am nächsten Morgen durchaus ausgeruht fühlt und nicht das Gefühl hat, von einem 10 Tonnen schweren Laster gefüllt mit Ziegelsteinen, überfahren worden zu sein, sind getrennte Schlafzimmer sicherlich noch nicht nötig.

Übrigens liegen Frauen wesentlich häufiger als Männer schlaflos im Bett. Das haben Verhaltensforscher herausgefunden und begründen das mit den Genen sowie der Menschheitsgeschichte. Zu Beginn der menschlichen Evolution habe man in Gruppen geschlafen, dabei habe die Frau während der Nacht über den Schlaf der Kinder gewacht. Irgendwann hat der Mann den Platz des Kindes übernommen und die Frau fühle sich laut Wissenschaftler noch immer instinktiv für den Schlaf des Bettnachbarn verantwortlich.
Bildquelle: William Perugini – shutterstock.com